2011 wird Neuenburg seinen tausendjährigen Geburtstag feiern.
In diesen zehn Jahrhunderten ist die Stadt, die dem Kanton ihren Namen verliehen hat, vom kleinen Dorf am Fusse eines „neuen Schlosses“ zur Hauptstadt einer der dreiundzwanzig Kantone der helvetischen Eidgenossenschaft übergegangen.
Machtsitz der im Schloss niedergelassenen Obrigkeit, hat die Stadt alle Systeme erlebt, von der Zeit der adeligen Herren, der Grafen und der Prinzen bis zur Ausrufung der Republik im Jahr 1848. Aber sie hat immer sorgsam ihre Autonomie bewahrt, die ihr ihre Charte de franchises seit April 1214 zuschreibt.
Was den Rest betrifft, hat sie die unangenehmen Zufälle aller historischen Siedlungen durchlebt; weder Feuer noch Wasser, noch alle grossen Epidemien haben sie verschont, aber sie konnte immer aus diesen Prüfungen neu entstehen um zu wachsen und im begrenzten Raum zu florieren, die ihr die idyllische Lage zwischen Wald und See gewährt, und auf der sie unaufhörlich die nötigen Gelände für ihren Lebensraum für sich gewonnen hat.
Die bewegte Geschichte ihrer Dynastien, aus allen Richtungen Europas kommend, hat sie oft mitten in spannende Abenteuer verwickelt.