Er hat seine Winde, seine Launen und seine Farben. Als Spiegel der Stadt hat der Neuenburgersee zur Entwicklung der Region beigetragen, als Transporte per Schiff um einiges einfacher waren als per Landstrasse: unter den Adoptivkaisern (von 96 bis 192 n. Chr.) wurde die Pierre Jaune von Hauterive bis nach Avenches transportiert. Die Frachtkähne erreichten durch den Broyekanal den Murtensee, glitten in einen aufgegrabenen Kanal, um schlussendlich 300 Meter vor dem Gelände anzukommen. Aus diesen Steinblöcken wurden die Statuen für die prächtige Hauptstadt gehauen.
Als grösster See, der sich vollkommen in der Schweiz befindet, mit einer Oberfläche von ungefähr 220 km2, befindet sich der Neuenburgersee auf einer Durchschnittshöhe von 430 Metern und hat eine Höchsttiefe von 153 Metern. Der Broyekanal verbindet ihn mit dem Murtensee (23 km2, 74 Meter Tiefe) und der Zihlkanal mit dem Bielersee (40 km2, 74 Meter Tiefe).
Zahlreiche Sportclubs teilen sich die Freuden des Wassers: Tauchen, Schwimmen, Wasserski, Motorbootsport, Rudern, Segeln, Windsurfen... Wenn der Winter streng genug ist um darauf Schlittschuh zu laufen, bleibt dies eine aussergewöhnliche Erinnerung.
Der See hat brüske Stimmungswandel aufgrund des Jorans, der Bise, des Windes... Der Äolus weht und seine Wutausbrüche sind manchmal gefährlich, aber sie lösen auch herrliche Beben der Wonne aus, wenn man sich genug fest an seinem Segel festhält.
Ungefähr 700 Liegeplätze zwischen dem Nid-du-Crô, den Jeunes Rives, dem Hafen Neuchâtel-Ville und dem von Serrières wurden zu Erholungszonen, Strände oder Hafen umgebaut; die Ufer sind alle in Reichweite der Öffentlichkeit.
Die Beschaulichen träumen dort, während sie den Wellen zuhören, die Sportlichen stürzen sich auf ihre Bretter, die Kinder auf den Spielplätzen beruhigen sich zu den Klängen des Wassers... Als Ort der Begegnung und des Austauschs empfangen die Ufer zur schönen Jahreszeit zahlreiche Veranstaltungen. Man schlendert ihnen entlang, man tritt in die Pedale...